In der modernen Welt leiden außerordentlich viele Menschen an diesem delikaten Problem. Und es gibt noch etwas, das sie neben dem Problem selbst verbindet – niemand möchte darüber sprechen. Lassen Sie uns die wichtigsten Aspekte dieser Erkrankung auf strukturierte und klare Weise betrachten.
Was ist Ekzem
Ekzem ist ein medizinischer Zustand, der durch eine chronische Entzündung der obersten Hautschicht (Epidermis) gekennzeichnet ist. Wenn diese Barriere beeinträchtigt wird, verliert die Haut ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit zu halten, und wird stark durchlässig für äußere Reize, was das Immunsystem dazu veranlasst, mit einer Entzündungsreaktion zu reagieren. Ekzem kann überall am Körper auftreten, betrifft jedoch am häufigsten Gesicht, Hände, Beine und die Innenseite der Ellenbogen. Ekzem ist nicht ansteckend.
Ekzem-Arten
Für eine gezielte Pflege ist es wichtig, die genaue Art des Ekzems zu bestimmen, da jeder Typ spezifische Merkmale aufweist:
Atopische Dermatitis

Dies ist die am häufigsten vorkommende Form des Ekzems, die oft in früher Kindheit beginnt. Sie hat einen stark erblichen Charakter und ist häufig mit einer Immunüberempfindlichkeit verbunden. Sie ist auf einen genetischen Mangel des Proteins Filaggrin zurückzuführen, was dazu führt, dass die Haut keine Feuchtigkeit halten kann und anfällig bleibt. Sie äußert sich durch trockene, stark juckende rote Plaques, die häufig in den Ellenbogenbeugungen, hinter den Knien und an den Wangen lokalisiert sind.
Ekzem vs. Dermatitis: Was ist der Unterschied?
Die Begriffe „Ekzem" und „Dermatitis" werden manchmal synonym verwendet, es gibt jedoch einen feinen Unterschied. Dermatitis ist ein umfassenderer Begriff, der verschiedene Hautentzündungen einschließt – darunter auch das Ekzem. Ekzem hingegen ist eine spezifische Art von Dermatitis mit eigenen einzigartigen Merkmalen und auslösenden Faktoren.
Kontaktdermatitis

Sie entsteht, wenn die Haut nach direktem Kontakt mit einem bestimmten Stoff reagiert. Sie unterteilt sich in zwei Untertypen: Allergisch (Immunreaktion auf Metalle wie Nickel, Parfüms oder Kosmetika) und Irritativ (Entzündung nach Exposition gegenüber aggressiven Chemikalien, Säuren oder starken Reinigungsmitteln). Die Symptome beschränken sich in der Regel auf die Kontaktstelle und umfassen Rötung, Brennen und gelegentlich Bläschen.
Dyshidrotisches Ekzem

Diese Art betrifft hauptsächlich Hände und Fußsohlen. Charakteristisch sind kleine, tief sitzende und sehr juckende Bläschen, die an Tapiokaperlen erinnern. Nachdem die Bläschen vertrocknen, beginnt die Haut sich zu schälen und bleibt schmerzhaft gerötet und trocken. Sie verschlimmert sich häufig bei saisonalem Stress, Feuchtigkeit oder Kontakt mit bestimmten Metallen.
Seborrhoisches Ekzem

Dies ist ein chronischer Zustand, der Bereiche mit hoher Konzentration von Talgdrüsen betrifft. Bei Säuglingen ist er als „Milchschorf" bekannt, bei Erwachsenen betrifft er Kopfhaut, Augenbrauen, Nasenflügel und Brustbereich. Er äußert sich durch fettige, gelbliche Schuppen (Schuppenflechte) auf stark geröteter Grundlage. Er wird häufig durch eine bestimmte Pilzart ausgelöst, die sich vom Hautsebum ernährt.
Nummuläres (münzenförmiges) Ekzem
Es ist leicht an seinen charakteristischen münzenförmigen Flecken zu erkennen. Diese Bereiche sind klar umgrenzt, stark juckend und können „nässend" werden. Sie treten am häufigsten an Beinen und Armen nach Hautverletzungen, Verbrennungen oder bei extremer Trockenheit im Winter auf.
Ursachen von Ekzem
Ekzem ist ein multifaktorieller Zustand, bei dem sich innere und äußere Faktoren überschneiden. Die Hauptursachen umfassen:
- Genetische Veranlagung: Wenn Eltern an Ekzem, Asthma oder Heuschnupfen leiden, ist das Risiko für die nächste Generation deutlich erhöht. Häufig liegt dies an einer Mutation im Filaggrin-Gen.
- Gestörte Immunantwort: Bei Ekzem-Betroffenen reagiert das Immunsystem übermäßig auf ansonsten harmlose Substanzen (wie Staub oder Pollen).
- Gestörte Lipidbarriere: Die Haut produziert nicht ausreichend natürliche Fette, was dazu führt, dass Feuchtigkeit schnell verdunstet.
- Umweltfaktoren: Verschmutzte Luft, hartes Wasser, starke Temperaturschwankungen oder trockene Luft.
- Stress: Erhöht den Cortisolspiegel, was die Immunantwort schwächt und zu schweren Schüben führen kann.
Symptome des Ekzems
- Intensiver Juckreiz (Pruritus): Das ausgeprägteste Symptom, das häufig zu Schlaflosigkeit führt.
- Rötung und Entzündung: Die Haut wirkt „gereizt" und fühlt sich warm an.
- Extreme Trockenheit: Die Hautoberfläche wird rau und schuppig.
- Risse (Fissuren): Schmerzhafte Risse, die bluten können.
- Bläschen: Auftreten kleiner Bläschen mit klarem Sekret.
Hautpflege bei Ekzem
Die Haut feucht zu halten ist der wichtigste Schritt. Vermeiden Sie heiße Duschen und ersetzen Sie aggressive Seifen durch Waschöle. Tragen Sie Emollientien sofort nach dem Baden auf leicht feuchte Haut auf.
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Häufig gestellte Fragen
❓ Kann Ekzem vollständig geheilt werden?
Ekzem ist ein chronischer Zustand. Mit der richtigen Pflege und dem Vermeiden von Auslösern können symptomfreie Phasen jahrelang andauern.
❓ Warum ist der Juckreiz nachts stärker?
Der Cortisolspiegel sinkt, und das Fehlen äußerer Reize lenkt die Aufmerksamkeit stärker auf das Unwohlsein.
❓ Welche Lebensmittel sollte ich meiden?
Milchprodukte, Gluten und Zucker verstärken häufig Entzündungen bei empfindlichen Personen.
5 Goldene Regeln bei Ekzem
- 👉 Kleidungsmaterialien: Nur Baumwolle oder Seide. Vermeiden Sie Wolle.
- 👉 Waschen: Kleidung zweimal spülen, ohne starke Weichspüler.
- 👉 Baden: Lauwarmes Wasser für 5–10 Minuten.
- 👉 Nägel: Halten Sie sie kurz, um Kratzverletzungen zu vermeiden.
- 👉 Entspannung: Stress durch Atemübungen oder Yoga reduzieren.
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